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Freedive Munich Athlete Profile

Personal Bests
  • PB-FIM:

    74 m

  • PB-CNF:

    50 m

  • PB-CWTB:

    55 m

Nationality

deutsch


Samuel Mauch

Samuel Mauch

Athlete Profile

Fragen zum Freitauchen

  1. Wie bist Du zum Freitauchen gekommen?
    Per Definition habe ich wahrscheinlich schon als Kind mit dem Freitauchen angefangen. In dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hatten wir einen sehr inspirierenden Bademeister. Unter Aufsicht durften wir bei ihm oft Streckentauchen trainieren. Auch der jährliche Campingurlaub an der Adria in Kroatien spielte eine große Rolle: Beim Schnorcheln bin ich mit meinen Geschwistern und Freunden damals oft schon auf bis zu 15 Meter tiefe getaucht. Das Gefühl, die Luft anzuhalten und sich unter Wasser zu bewegen, war mir also nie ganz fremd.

    Danach habe ich das Thema für viele Jahre aus den Augen verloren. 2025 habe ich mich dann dazu entschlossen, dem Ganzen wieder mehr Raum zu geben, und einen Freediving-Kurs in Dahab gemacht. Ich hatte dort einen großartigen Instruktor, der die Begeisterung sofort wieder in mir geweckt hat. Es fühlte sich an, als hätte ich etwas wiederentdeckt, das schon sehr lange in mir geschlummert hatte.

  2. Was bedeutet Freitauchen für Dich?
    Freitauchen eröffnet eine ganz besondere Welt. Im Meer kann man Tieren unglaublich nah kommen und Dinge entdecken, die man auf andere Weise wie z.B. beim Flaschentauchen oft nicht erlebt. Besonders spannend ist für mich aber auch das athletische Freediving als Sport. Jedes Training lehrt mich etwas Neues über mich selbst: Grenzen wahrzunehmen und zu verschieben, diszipliniert zu bleiben, aber gleichzeitig maximal zu entspannen. Es geht viel um mentale Stärke, darum, Gedanken auch an schwierigen Tagen umzulenken, resilient zu bleiben und dem Ganzen mit Demut zu begegnen.

  3. Was war Dein positivstes Erlebnis beim Freitauchen?
    Bis jetzt war das wahrscheinlich mein letzter Wettkampftauchgang auf den Philippinen. Der Weg dorthin war mit viel Training verbunden, und es gab auch immer wieder kleinere Rückschläge. Umso besonderer war es dann, in diesem Tauchgang genau die Entspanntheit, den Spaß und die Routine abrufen zu können, auf die ich hingearbeitet hatte. Ab dem Moment, in dem ich an der Bottom Plate gedreht habe, hatte ich ein riesiges Grinsen im Gesicht.
    Abseits von Wettkämpfen gehören aber definitiv auch die vielen lustigen Momente im Starnberger See mit meinen FDM-Freunden dazu - auch die Augenblicke, in denen wir das Training mal nicht ganz so ernst genommen und einfach herumgealbert haben.

  4. Wie gehst Du mit den Risiken unseres Sports um?
    Ich glaube, das Wichtigste ist, offen über Risiken zu sprechen, entsprechende Szenarien zu üben und sie auch mental durchzugehen. Man sollte sich bewusst machen, dass Dinge wie Blackouts oder Squeezes beim Tieftauchen grundsätzlich passieren können, wenn man auf neue Tiefen hinarbeitet. Gleichzeitig sind diese Risiken mit guter Vorbereitung, routinierter Safety, klarer Kommunikation und vor allem ohne Hektik sehr gut handhabbar. Für mich gehört dazu auch, ehrlich mit sich selbst zu sein, wie es einem körperlich und mental geht, und den Tauchgang entsprechend anzupassen. Keine Zahl und kein Ziel ist es wert, einen Ego Dive zu machen. Außerdem finde ich es wichtig, Erfahrungen und Tipps zu teilen und kritische Themen nicht zu verschweigen. Genau dadurch wird der Sport dann sicher.

  5. Hast Du sportliche Idole?
    Abseits des Tauchens waren das für mich immer Danny MacAskill und Fabio Wibmer. Mich beeindruckt bei beiden nicht nur die sportliche Leistung, sondern vor allem die mentale Stärke, Kreativität und der Fokus, den sie in ihrem Sport zeigen.

Fragen zum Training

  1. Mit welchen Zielen trainierst Du?
    Einerseits trainiere ich mit dem Ziel, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen, vor allem im Tieftauchen. Andererseits geht es mir auch darum, gemeinsam mit meinen Freunden zu wachsen und besser zu werden. Es macht unglaublich viel Spaß zu sehen, wenn man nicht nur selbst Fortschritte macht, sondern sich auch als Gruppe weiterentwickelt.

  2. Wie sieht Dein Training aus? (wie oft trainierst Du? Woran willst Du arbeiten? Hast Du eine Lieblingsdisziplin)
    Ich bin aktuell im Coaching Programm bei Minja Marinkovic. Mein Training ist, wie in anderen Leistungssportarten auch, über die Saison hinweg periodisiert. Je nach Phase liegt der Fokus stärker auf Krafttraining, Pooltraining und zusätzlich Equalization-Übungen an Land oder Übungen im Wasser.
    Aktuell trainiere ich meistens insgesamt vier- bis fünfmal pro Woche im Pool und Krafttraining, um mich auf die nächste Tieftauchphase vorzubereiten. Am liebsten tauche ich zurzeit FIM und CNF.

Fragen zu deinem Verein

  1. Was verbindet Dich mit FDM?
    Ich bin ziemlich direkt, nachdem ich nach München gezogen bin, bei FDM eingetreten und habe dort angefangen, intensiver zu trainieren. Einige meiner engen Freunde habe ich über den Verein kennengelernt. Deshalb ist FDM für mich nicht nur ein Ort zum Trainieren, sondern auch ein wichtiger sozialer Anker geworden.

  2. Welche Ziele und Aufgaben sollte der Verein in Zukunft wahrnehmen?
    Ich würde mich freuen, wenn wir noch mehr junge Leute für den Verein begeistern könnten. Außerdem fände ich es schön, wenn wir noch mehr Interesse an Wettkämpfen wecken und gemeinsam darauf hinarbeiten würden. Es motiviert sehr, als Gruppe Ziele zu verfolgen und sich gegenseitig zu unterstützen.

  3. Könntest Du Dir vorstellen, Dich ehrenamtlich für den Verein zu engagieren?
    Ja, ich hätte große Lust, den Verein im Bereich Außenwahrnehmung und Social Media zu unterstützen, insbesondere auf Instagram. Viele in meiner Generation nutzen Facebook kaum noch, deshalb sehe ich dort eine gute Möglichkeit, FDM sichtbarer zu machen und vielleicht auch neue Interessierte zu erreichen.