
Safety Diver & Oxygen Provider bei Freedive Munich
Diesen Sommer hat Freedive Munich zwei Kurse organisiert, die für mehr Sicherheit beim Tauchen sorgen.
Ende Juni führten wir zunächst einen AIDA Depth Competition Safety Course am Starnberger See durch. Dabei wurden sechs ambitionierte Freediver zu Competition Safety Divern ausgebildet: Arlinda, Stefan, Samu, Narciso, Johannes und Jochen.
Nach einer Theorieeinheit per Videokonferenz mit unserem Ausbilder Nils Heiniger von AIDA Deutschland bestand die erste Tauchsession am See im Wesentlichen aus dem Erfüllen der notwendigen Anforderungen. Dazu gehörten insbesondere 35 Meter CWTB, 25 Meter mit einem 30-sekündigen Hang sowie 30 und 20 Meter Tiefe mit einer Pause von 30 Sekunden. Ruhiges Wasser und schönstes Sommerwetter ermöglichten eine entspannte Tauchsession.
Nach einer Pause an Land wurden in der zweiten Session des Tages verschiedene Safety Drills eingeübt. Ein Competition-Safety-Team besteht aus drei Tauchern – und natürlich musste es immer auch ein „Opfer“ geben, das gerettet wurde. Bei sechs Freedivern kann man sich vorstellen, wie oft jeder von uns abtauchen musste. Am Ende des Tages zeigte mein Tauchcomputer 17 Tauchgänge an.
Am Sonntag wurden unter Wettkampfbedingungen die unterschiedlichsten Rettungsszenarien geübt: LMC, Oberflächen-Blackout, Deep Blackout und weitere Situationen bei Tauchtiefen von rund 35 Metern. Da an diesem Vormittag ein kräftiger Sturm mit entsprechendem Wellengang über den See zog, war das Training besonders fordernd. Dennoch erfüllten alle die Anforderungen. Der anschließende Theorietest war dann fast nur noch eine Formalität.
Somit verfügt der Verein nun über sechs ausgebildete Safety Diver, die ihr neues Wissen und Können natürlich gerne an alle interessierten Vereinsmitglieder weitergeben. Geplant sind vereinsinterne Safety-Kurse, deren Inhalte an die jeweiligen Tauchfähigkeiten der Teilnehmenden angepasst werden. Wer Interesse an einem solchen Training hat, kann sich gerne bei mir melden.
Als Ergänzung zur Safety-Ausbildung organisierten wir am 18. Juli einen Ausbildungskurs zum Oxygen Provider. Mit dieser Qualifikation ist man darin geschult, sich selbst und anderen in bestimmten Situationen Sauerstoff zu verabreichen.
Der Kurs fand in einem Seminarraum in Pullach statt. Unser Ausbilder Heiko Lawitschka berichtete sehr kompetent über typische Unfälle beim Freediving, darunter Squeeze, DCS, Blackout und Embolien, und erläuterte die jeweiligen medizinischen Hintergründe. Dabei ergaben sich spannende und aufschlussreiche Diskussionen: Ergänzend zur Theorie berichteten wir von selbst erlebten Situationen, während Marie und Franzi als Ärztinnen zusätzliches medizinisches Hintergrundwissen beisteuern konnten.
Im Praxisteil ging es anschließend um den richtigen Umgang mit den Sauerstoffflaschen sowie um Beatmung und Wiederbelebung. An diesem Tag gab es wirklich viel zu lernen. Das neu erworbene Wissen gibt uns nun zusätzliche Sicherheit beim Tieftauchen am See, aber auch beim Pooltraining.
Der Verein verfügt nun über eine Zwei-Liter-Sauerstoffflasche, die zur Unterstützung der Atmung beziehungsweise zur Beatmung an Land nach einem Blackout vorgesehen ist, sowie über eine Sieben-Liter-Sauerstoffflasche mit Atemregler, die insbesondere für die Recovery im Wasser eingesetzt werden kann.
Nachdem beide Kurse abgeschlossen sind, zeigt sich, dass sie sich ideal ergänzt haben. Bei ausreichendem Interesse wäre es denkbar, im kommenden Sommer erneut solche Kurse zu organisieren.
Wir sehen uns am See!
Jochen













