1. offene Deutsche VDST Apnoe-Meisterschaft

1. offene Deutsche VDST Apnoe-Meisterschaft in Wuppertal

Ein Bericht von Ingos Teilnahme an der  Deutschen VDST Apnoe-Meisterschaft in Wuppertal

Nicht mehr ganz so nervös wie noch in Wiesbaden, stand ich am Sonntag, dem 4.11.18, im Eingangsbereich des Schwimmsportzentrums von Wuppertal, um mich für die 1. offene Deutsche VDST Apnoe-Meisterschaft registrieren zu lassen. Glücklicherweise bin ich durch unseren Verein auch Mitglied beim VDST, so dass ich mich problemlos anmelden konnte.

Nach dem kurzen Umziehen suchte ich mir zusammen mit den anderen Teilnehmern einen Platz auf der Tribüne entlang des 50m-Beckens. Von dort beobachtete ich zunächst die Vorbereitungen des Veranstalters, bevor es ein Briefing für die Teilnehmer gab. Da dieser Wettkampf nach den CMAS-Regeln abgehalten wurde und nicht nach den AIDA-Regeln, war es uns Teilnehmern besonders wichtig, genau aufzupassen. Und dennoch wurde der ein oder andere von uns aufgrund von Regelverstößen disqualifiziert. Gerade wenn es um den Sieg bei einer Disziplin geht, ist das besonders schade.

Hier kurz die wichtigsten Änderungen aus meiner Sicht:wuppertal2018c

  1. Das Protokoll ist anders: Man hat nach dem Auftauchen 30s Zeit ein Ok-Zeichen zu geben. Brille, Nasenklammer müssen nicht entfernt werden. Es muss auch nicht gesagt werden.
  2. Bei DYN darf man sich nicht am Beckenrand festhalten, sondern muss immer die Leine benutzen. Da tat mir besonders ein Mitbewerber leid, der nach 100m DNF 30s glücklich auf dem Beckenabsatz stand und erwartungsvoll die Judges anschaute, um dann am Ende die rote Karte zu bekommen.
  3. Kommen Mund oder Nase innerhalb der 30s nach dem Auftauchen wieder ins Wasser, so wird man auch disqualifiziert. Das wäre mir fast zum Verhängnis geworden, da ich nach dem Auftauchen erstmal die Leine suchte und die Wellen meinem Mund gefährlich nahe kamen. Aber alles verlief gut und ich konnte meine Leistung aus Wiesbaden mit 81,4m bestätigen, was mir den 5. Platz einbrachte.

Dass es wieder „nur“ für 82m reichte, ist vielleicht dem Umstand geschuldet, dass die Reihenfolge der Disziplinen hier anders war: DNF - STA - DYN - DYN(BiFin).

Statik habe ich diesmal ganz ohne Coach gemacht, da sowieso ein Safty-Judge kontrolliert hat. Leider hatte ich unterschätzt, wie durchaus nervig es ist, ab der 60. Sekunde im 15 Sekunden-Takt Zeichen zu geben. Da hatte ich wohl die Regeln nicht genau berücksichtigt und wieder 2min als AP angegeben. Und ab AP-1min wird halt gecheckt. Dennoch kam ich auf eine neue PB von 4:48. Es wird also langsam.

Dennoch genügt mir meine Leistung noch nicht und so hatte ich mir am darauffolgenden Wochenende einen Workshop bei Branko Petrovic gebucht, dem Rekordhalter in Statik mit über 12min Statik. Noch am selben Wochenende konnte ich das Einsetzen der ersten Kontraktionen von 1:40 auf 3:30 hochschrauben, was für mich absolut unglaublich ist.