Rhein-Main-Cup in Wiesbaden, Oktober 2018

Am Samstag, dem 6.10.18, hatte ich beim Rhein-Main-Cup in Wiesbaden meinen ersten Apnoe-Wettkampf. Als Newcomer war es für mich ein aufregender Tag. Und damit sich andere Newcomer leichter tun, möchte ich hier kurz meine Erlebnisse schildern und den ein oder anderen Tipp geben.

Rhein-Main-Cup, Wiesbaden, Oktober 2018 © Ingo BartlingAb morgens um 8 Uhr war das Betreten des Schwimmbads bereits möglich. Da der offizielle Teil erst um 10 Uhr beginnen sollte, dachte ich, dass 8:30 Uhr reichen würde – weit gefehlt. Viele Plätzen an den Fenstern und Bänken waren bereits belegt und ich tat mich ein bisschen schwer einen für mich optimalen Platz zu ergattern. Schlussendlich war ich dann zwischen dem Statik-Becken und dem 25m-Becken, so dass ich die jeweils ersten Starter in der jeweiligen Disziplinen in Ruhe beobachten und mir was abschauen konnte.

  • TIPP 1: Früh ins Bad gehen, um einen guten Platz zu finden. Denn man wird die meiste Zeit dort rumsitzen und lesen, entspannen, sich unterhalten oder so wie ich skizzieren.

Statik

Da ich keinen eigenen Coach für meinen Statik-Wettkampf um 12 Uhr hatte, empfahl mir Florian Grauer, der spätere Gewinner, mich an Maria Unverricht zu wenden. Maria war so nett, trotz eigenes Antretens, mir zu helfen. Mit ihr besprach ich dann meine Vorbereitung in der Statik-Disziplin. Nur um diese dann später teilweise spontan über den Haufen zu werfen – die Aufregung war dann doch größer als gedacht: Diese oder jene Nasenklammer? in den Wettkampfbereich schieben lassen oder selber gehen? Selber am Beckenrand festhalten oder auf dem Rücken liegen und zum Start umdrehen? Wie aktiviere ich meine Tauchreflex optimal? Daher mein nächster Tipp:

  • TIPP 2: Macht einen detaillierten Ablaufplan und laminiert diesen, damit der Coach den Ablaufplan mit ins Wasser nehmen kann. Und probiert den Ablauf auch vorher mal unter Wettkampfbedingungen im Training aus.
  • TIPP 3: Passt eure letzten Atemzüge an die Ansagen der Jury an, dann muss man nicht immer mitrechnen und entspannt besser.

Schlussendlich kam für mich ein Zeit von 4:24 heraus, was zwar im ersten Moment enttäuschend weit von meinen angestrebten 5+x Minuten war, aber ich hatte auch noch nie einen Anfangspuls von gefühlten 120 Schlägen pro Minuten.

DNF

Die dynamische Disziplin, in meinem Fall DNF (Dynamic No Fins) verlief dann deutlich besser. Das Prozedere ist ähnlich zu Statik nur ohne Coach. Meine letztem Atemzüge konnte ich besser zu den Zeit-Ansage der Jury anpassen und so war eine persönliche Bestleistung von 82m möglich. In meiner Begeisterung über diese Leistung hätte ich dann noch fast das Oberflächenprotokoll (Maske und Nasenklammer abnehmen, Ok-Zeichen machen, „I’m okay“ sagen) versemmelt. Aber alles lief zum Glück in der richtigen Reihenfolge ab.

  • TIPP 4: Auch beim Training sollte man sich sehr regelmäßig an das Protokoll halten, um bei einem Wettkampf nicht durcheinander zu kommen.

Schlussendlich lag ich mit meiner Leistung auf Platz 12 von 21 und bei den Newcomern, wie sich ein paar Tage später leider oder zum Glück herausstellte, sogar auf Platz 2. Mal sehen, was die kommenden Wettkämpfe bringen werden, wenn ich vielleicht nicht mehr so aufgeregt bin.

Nochmals danke an alle Mitwirkenden vom Tauchclub Wiesbaden und AIDA für die Veranstaltung.

Ingo Bartling