Kleiner Ratgeber, Infos und Tipps zu Apnoetauchen

Wissenswertes

Was ist Apnoetauchen / Freitauchen

Was ist Apnoetauchen

Freitauchen oder Apnoetauchen bezeichnet das Tauchen mit angehaltenem Atem. Vor dem Abtauchen atmet der Freitaucher tief ein, und nutzt für die Dauer seines Tauchgangs ausschließlich den Luftvorrat in seiner Lunge. Apnoe bezeichnet den Zeitraum des Luftanhaltens. Das Wort Apnoe leitet sich vom griechischen ἄπνοια ápnoia „Nicht-Atmung“, ab.

Apnoetauchen ist die ursprünglichste Form des Tauchens. Bereits in der Steinzeit haben die Menschen freitauchend Meeresfrüchte, Schwämme und Perlen gesammelt und Fische mit Speeren gejagt. Heutzutage wird Apnoetauchen überwiegend als Sport betrieben.

Entspannung und Stretching vor dem Apnoetraining

Entspannung und Stretching vor dem Apnoetraining

Vorteile des Apnoetauchens

Das Erlernen und Trainieren des Apnoetauchens ermöglicht den Übenden eine völlig neue Qualität des Körpererlebens. Die (Wieder-) Entdeckung des eigenen Tauchreflexes und der angeborenen natürlichen Fähigkeit zum Freitauchen ist ein faszinierendes Erlebnis und mit einer Reihe von Vorteilen verbunden.

So profitieren auch Flaschentaucher, Surfer und andere Wassersportler von Apnoetraining – Durch ruhiges, selbstsicheres und angstfreies Agieren unter Wasser werden Panikanfälle vermieden, was zu mehr Sicherheit und einem genussvolleren und intensiveren Wassersport-Erlebnis führt.

Apnoetauchen schult neben der körperlichen Koordination und Fitness auch die eigene Achtsamkeit und Körperwahrnehmung und ist somit ein wirkungsvolles,stressreduzierendes mentales Training. Die positiven Effekte des Freitauchens lassen sich so auch ausserhalb des Wassers in Alltag und Beruf nutzen.
Apnoe Wettkampf

Wettkampf

Wettkampf ist Training auf höchstem Niveau
Ein Kurs im Apnoetauchen ist meist der erste (und ein wichtiger) Schritt. Doch zu einem guten und sicheren Apnoetaucher wird man nur durch Übung. Daher ist uns richtiges Training so wichtig. Und ein Wettkampf ist die beste Gelegenheit das Gelernte umzusetzen und unter perfekten Bedingungen die persönliche Bestleistung abzurufen oder zu übertreffen. Hier könnt Ihr Euch über Wettkämpfe informieren, an denen wir teilnehmen:


Wettkampf-Berichte:

Wettkampfregeln

Informationen für die aktuell geltenden Wettkampfregeln und technische Bestimmungen findest du auf den Seiten der Tauchorganisationen

Equipment für das Freitauchen 


Freediving Equipment
Flossen
Flossen gehören zur Grundausstattung von Apnoetauchern. Sie ermöglichen – eine solide Technik vorausgesetzt – eine effiziente und kraftsparende Fortbewegung im und unter Wasser, was gerade beim Tieftauchen im Meer oder im See sehr wichtig ist. Typischerweise verwenden Freitaucher besonders lange flexible Stereoflossen. Gerade Anfänger sollten dabei auf Flossen mit weichem Blatt zurückgreifen. Zum erlernen der Technik sind auch kurze Trainingsflossen sehr gut, wie sie auch Schwimmer und Triathleten gerne verwenden. Die "Königin der Flossen" ist die Monoflosse. Wer die Technik dazu beherrscht, kann dank des riesigen Flossenblatts und einer effizienten Kraftübertragung sehr schnell bzw. effizient tauchen.
Maske
Die Tauchmaske dient der Orientierung unter Wasser und damit auch der Sicherheit. Im Prinzip kann anfangs auch eine normale Tauchermaske genutzt werden. Apnoemasken sind zum tieferen Tauchen jedoch unbedingt zu empfehlen. Sie zeichen sich durch ein besonders geringes Innenvolumen aus. Der Taucher benötig so weniger seines kostbaren (und mit zunehmender Tiefe schrumpfenden) Luftvolumens um einen Druckausgleich der Maske durchzuführen und kann so tiefer tauchen.
Nasenklammer

Ein spezieller Apnoe-Noseclip ist eine Nasenklammer, mit der die Nase dicht verschlossen wird. Der Noseclip wird vor allem bei Tieftauchgängen ohne Maske verwendet. Mit ihm hat der Taucher beide Hände frei, und kann "freihändig" gegen den Noseclip den Druckausgleich durchführen. Auch beim Streckentauchen ohne Maske oder nur mit Schwimmbrille ist eine Nasenklammer wichtig. Hier schützt sie vor allem vor Chlorwasser in der Nase - jeder der das beim Tauchen erlebt hat, weiß wie sehr sowas die Entspannung stört. 

Neoprenanzug
Der Neoprenanzug dient den Schutz vor Kälte, Sonnenstrahlung, Verletzung durch Meerestiere o.ä. Der Apnoeanzug zeichnet sich durch eine gute Passform und Isolation bei gleichzeitig maximaler Bewegungsfreiheit aus. Meist ist der Anzug 2-teilig, d.h. er besteht aus einer Hose mit hohem Bund und einem Oberteil mit integrierter Kopfhaube. Es gibt Apnoeanzüge in vielen verschiedenen Ausführungen. Für das Dynamische Apnoetauchen im Pool werden dünne Schwimmanzüge mit wenig Auftrieb verwendet, die häufig aus dem Schwimmsport stammen.
Socken und Handschuhe
Gerade beim Tieftauchen im See oder anderen kalten Gewässern sind Socken und Handschuhe aus Neopren (mit 3-5mm Dicke) als Wärmeschutz sehr zu empfehlen. In Deutschland hat praktisch jeder See auch im Sommer ab einer gewissen Tiefe nicht mehr als 4-6° Wassertemperatur. Auch im Meer können Socken und Handschuhe neben Wärme auch einen gewissen Verletzungsschutz bieten.
Haube
Hat der verwendete Neoprenanzug keine integrierte Kopfhaube (z.B. wenn ein Nassanzug aus dem Scuba-Tauchen verwendet wird), ist eine zusätzliche Neopren-Kopfhaube beim Tieftauchen in kalten Gewässern Pflicht. Der Kopf ist der kälteempfindlichste Teil unsere Körpers und sollte unbedingt geschützt sein. Generell sind Apnoeanzüge mit eingebauter Haube zu bevorzugen.
Bleigurt
Für das Apnoetauchen gibt es spezielle Bleigurte aus Gummi. Diese sind unbedingt den klassischen unflexiblen Bleigurten vorzuziehen. Apnoebleigurte sind dehnbar und kompensieren, wenn stramm auf den Hüften getragen, die Volumenverringerung des Neoprenanzugs (und des Bauchumfanges des Tauchers) beim Tieftauchen. Somit wird verhindert, dass der Gurt mit samt dem Blei beim Tieftauchen Richtung Oberbauch und Brust "hochrutscht".
Halsblei (neck weight)

Die meisten Apnoetaucher verwenden zur Tarierung neben einem Bleigurt zusätzlich (oder auch ausschließlich) ein so genanntes "neck weight", auch Hals- oder Kragenblei genannt. Es besteht meist aus einem mit einigen Kilo Softblei gefüllten Gummischlauch, der an den Enden mit einem Clip um den Hals verschlossen wird. Da sowohl beim Tief- als auch beim Streckentauchen mit dem Kopf voran getaucht wird, sorgt das Neckweight für einen günstigen Schwerpunkt. So ist es einfacher eine entspannte und strömungsoptimierte Körperposition beim Tauchen zu halten. Beim Streckentauchen neutralisiert das Neckweight den, vor allem durch die Luft in den Lungen erzeugten Auftrieb, optimal.
Eine Anleitung zum Bau eines einfachen neck weights findet Ihr hier.

Schnorchel
Der Schnorchel ermöglicht ein entspanntes Atmen in Bauchlage beim Schnorcheln, beim Sichern an der Boje oder in den Ruhepausen an der Boje zwischen den Tauchgängen. Der Schnorchel sollte ein weiches bequemes Mundstück und ein nicht zu weiches Atemrohr haben. Er sollte schlicht und funktional sein. Ein Ausblasventil braucht er nicht. Ein Schwimmer aus Schaumstoff oder Neopren, über das Atemrohr gesteckt sind dagegen hilfreich um ein Verlust des Schnorchels durch Sinken zu verhindern.
Tauchcomputer

Für die Zeitnahme im Pool (z.B. Statik oder Intervalltraining) reicht meist ein wasserdichter Zeitmesser in Form einer Sportuhr. Für das Tieftauchen ist jedoch ein Tauchcomputer mit Apnoe-Modus oder auch ein reiner Apnoe-Computer sehr empfehlenswert. Damit könnt Ihr während des Tauchgangs z.B. jederzeit eure Tiefe (per Tiefenalarmfunktion auch bei schlechter Sicht/Dunkelheit), die Oberflächenpausen sowie die Tauchzeiten von Euch und Euren Tauchpartnern im Auge behalten. Per Funk oder Datenkabel lassen sich zudem die Daten aller geloggten Tauchgänge auf einen Computer übertragen und - meist auch grafisch - auswerten.

Apnoe-Boje
Für eine Tieftauchsession im Freiwasser ist eine Apnoe-Boje meist unverzichtbar (es sei denn, es wird vom Boot oder einer schwimmenden Tauchplattform getaucht. Es gibt verschiedene Modelle, die so genannte "Instructor-Boje" ist jedoch das gängigste Modell. Aus Sicherheitsgründen in grellen Signalfarben (optimalerweise mit einer Taucherflagge) gehalten besitzt sie einen schlauchförmigen Schwimmkörper, ein großes Fach (und häufig noch weitere kleinere Fächer) zum Verstauen des Seils, Trinkwasser und anderer Ausrüstung. Am Boden der Boje dient ein stabiler D-Ring aus Edelstahl als Befestigung für das Tauchseil inkl. Grundgewicht und Bodenplatte.

Tauchen in Bayern

Starnberger See

Allmannshausen (Sichtweite 2 – 4 m)

Tegernsee

Rottach-Egern / Bad Wiessee (Sichtweite 8 – 12m)

Regattastrecke Oberschleißheim

Oberschleißheim / München (Sichtweite 10 – 12 m)

Murner See

Rauberweiherhaus / Schwandorf (Sichtweite 10-20m)

Langwieder See

München-Langwied (Sichtweite 2 – 4 m)

Walchensee

Walchensee / Murnau (Sichtweite 10 – 20 m)

Staffelsee

Murnau / Uffing (Sichtweite 4 – 6m)

Ilsesee

Königsbrunn / Augsburg (Sichtweite 6 – 15 m)

Friedberger See

Friedberg / Augsburg (Sichtweite 3 – 10 m)

Freitauchen
mit Rücksicht auf
die Umwelt.

Hier geht es weiter zu unseren Tipps rund um nachhaltiges Freediving.